Demenz- das große (Essen-) Vergessen

Demenz- das große (Essen-) Vergessen

„Wieso magst du das denn nicht mehr“? „Das ist doch dein Lieblingsessen!“ „Nun iss doch mal was.“ – Kommen Ihnen diese Sätze bekannt vor? Im Alter lassen der Geruchs- und der Geschmackssinn häufig nach, Hunger und Durst werden nicht mehr so stark wahrgenommen.

Bei Menschen mit Demenz verstärkt sich nicht nur der Verlust der kognitiven Fähigkeiten, infolge dessen Speisen eventuell nicht mehr erkannt werden, auch die Handlungsabläufe für das Essen und Trinken oder auch das Wissen um den Umgang mit Besteck können verloren gehen. Ferner leiden Menschen mit Demenz auch an starker Unruhe, so dass sich kaum auf das Essen konzentriert werden kann.

Was früher einmal geschmeckt hat, kann von an Demenz erkrankten Menschen plötzlich als fade wahrgenommen und abgelehnt werden. Auch Depressionen, Schluckbeschwerden und Magen-Darm-Beschwerden können demente Menschen belasten.

Demenzkranken vergeht also aus unterschiedlichen Gründen die Lust am Essen.

Ein Teufelskreis, denn ein Verzicht auf Nahrung verschlechtert durch die mangelnde Versorgung an Nährstoffen den Allgemeinzustand und somit auch die Demenz.

Was können Sie also tun, um dem Betroffenen das Essen und Trinken schmackhafter zu machen?

Geben Sie dem Essen wieder einen „Sinn“!

Essen in kräftigen Farben, kontrastreiches Geschirr, intensive Düfte, das alles kann helfen, den dementen Menschen anzusprechen und den Appetit anzuregen.

Haben Sie keine Angst vor Gewürzen!

Besonders bekannte Gewürze können in den Speisen gerne großzügiger verwendet werden. Lediglich Salz sollte nur in Maßen verwendet werden.

Essen Sie gemeinsam!

Der erkrankte Mensch hat so eine Chance, sich das Verhalten der anderen am Tisch abzuschauen. Ein für alle gedeckter Tisch erweckt den Eindruck von Essenszeit. Ansonsten könnte es sein, dass der Betroffene schlicht auf die anderen „wartet“.

Legen Sie nicht zu viel Wert auf Tischmanieren!

Isst die betroffene Person lieber mit den Fingern? Lassen Sie sie! Es ist wichtig, dass überhaupt gegessen wird. Probieren Sie in dem Fall doch zusammen leckeres Finger-Food aus!

Zucker ist ein prima Energielieferant!

An Demenz erkrankte Menschen essen gerne Süßspeisen. Lassen Sie sie gewähren. Gesüßte Getränke können zudem helfen, den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten.

Nehmen Sie sich Zeit!

Drängen Sie die erkrankte Person nicht zum Essen zu bestimmten Zeiten. Je nach Stadium der Demenz kann es sein, dass es eine Weile dauert, bis das Essen in der Wahrnehmung als solches erkannt und akzeptiert wird. Doch was tun, wenn die regulären Mahlzeiten trotz aller Maßnahmen nicht für eine vernünftige Versorgung der Person ausreichen?

Trinknahrung kann da eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Ernährung sein. Sie ist eiweißreich, voller Nährstoffe, praktikabel in der Anwendung und wird dank der Konsistenz und Süße erfahrungsgemäß gerne angenommen. Die Fresubin-Trinknahrung ist in vielen Geschmackrichtungen und Konsistenzen erhältlich.

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